4-Kern-Prozessoren: Ein Lichtblick am PC-Spiele-Horizont
geschrieben am 01.11.2006 um 17:13 UhrSpiele wie The Elder Scrolls IV oder Gothic 3 wirken ja schon vielversprechend was die Grafik anbelangt. Die Prozessorentwicklung ist momentan ganz auf die Multikern-Unterstützung ausgerichtet, welche einen enormen Performanceanstieg für Video-Applikationen und 3D-Rendering verspricht. Man kann also davon ausgehen, dass sich die Spiele-Entwickler auf die neue Technologie stürzen werden wie ein Kind auf die Weihnachtsgeschenke und dass vor Allem das Rechner-Rüsten kein Ende nehmen wird. Gut dran ist auf jeden Fall, wer jetzt schon spart.
Welche ersten Details Intel und AMD dazu preisgeben könnt Ihr hier nachlesen…
Intel präsentierte einem kleinen Kreis von Leuten schon kurz vor der eigentlichen IDF-Veranstaltung einige Anwendungen für den neuen sogenannten Kentsfield. Dies ist ein 4-Kern-Prozessor (2.66 GHz, 2 x 4 MB L2-Cache, FSB1066 bzw. 1333), welcher bereits 14 Tage zuvor von THG einem ausführlichen Prüfprogramm unterzogen wurde. So musste der Sprössling mit dem eigentlichen Namen Core 2 Quadro gegen den AMD Athlon 64 FX und den Vorgänger Intel Core 2 Extreme antreten.
Seine Geheimwaffe: 4 Kerne auf einem Chip. Es stellte sich heraus dass so, besonders bei Video-Applikationen ein 80prozentiger und bei 3D-Rendering sogar fast 100prozentiger Performanceanstieg zu erzielen war. Vor Allem muss hier die Software angepasst werden.
Der Core 2 Quadro besitzt enormes Übertaktungspotential bei konstanter normaler Luftkühlung. Bei stabilem Betrieb erreichte er maximal 3,33 GHz im Test. Dazu muss man jedoch sagen dass es sich um ein Testmuster handelte, welches ohne Speed Stepping arbeitet.
Was nun nicht ganz verständlich ist, ist die Bezeichnung des bislang schnellsten 4-Kern-Prozessors Core 2 Extreme wo doch Core 2 Quadro drinsteckt. Der Preis für diesen schnellsten x86-Prozessor wird nicht in jedermanns Reichweite liegen. Er soll für Anfang 2007 auf 1000 Euro angesetzt werden.
AMD:
Auch bei AMD steht das Zeitalter der 4-Kern-Prozessoren bevor. Dies gab der Hersteller inklusive erster Details zum Opteron 8xxx, oder auch Athlon 64 X4 genannt, im September in München bekannt.
Der Unterschied zum Intel-4-Kern-Prozzessor: AMD setzt direkt auf einen echten 4-Kern-Chip, Intel hingegen benutzt zwei Core 2 Einheiten auf einem Träger. Aus Dresden sind jedoch nicht vor Mitte 2007 die ersten CPUs in 65-Nanometer-Fertigung auf dem Markt zu erwarten.
Zur Zeit aktuelle Spiele nutzen normalerweise nur eine CPU-Einheit aus. Der Quadro-Core-Test hat deutlich gemacht, dass die übrigen drei Prozessoren beim Spielen unbelastet bleiben. Die Auslastung soll also, nach Ansätzen von Intel auf dem IDF, in zukünftigen Spielen gleichmäßiger verteilt werden.
Dies betrifft vor Allem die Schwerpunkte 3D-Rendering, Physik-Engine, künstliche Intelligenzen und Mehrkanal-Sound.
Zusammen mit Intel entwickelte Futuremark (bekannt für seine Benchmarks wie 3D Mark und PC Mark) die Spiele-Demo Ice Storm Fighters. Hier werden die vier Prozessoren gleichmäßig mit den verschiedenen Threads belastet. Es soll zudem mit der Anzahl vorhandener Prozessoren, der CPU-Architektur, der Taktrate und der individuellen Grafikkarte skalieren.
Ein Problem besteht jedoch darin, dass sich Spiele mit Multikern-Unterstützung nicht nachträglich erzeugen lassen. So müssen zukünftige Spiele für zwei, vier oder gar acht Prozessoren ausgelegt sein, wenn Intel oder AMD nicht Kunden an den Konsolenmarkt verlieren wollen.
Informationen
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