Titan Quest

geschrieben am 06.11.2006 um 19:52 Uhr

Ohne Zweifel prägt Titan Quest, wie schon Sacred oder Dungeon Siege, den Stil von Diablo. Dem Entwickler Brian Sullivan und seinem Studio Iron Lore kann man es nicht verübeln, dass sie sich eine altbewährte Engine zu Nutze machen.

Altbewährtes Genre

Die Metapher „Hack & Slay“ (Metzeln und töten) umfasst das dominante Attribut dieses Action-Rollenspiels. RPG-Eigenschaften bestehen lediglich darin Eigenschaftswerte und Fähigkeiten zu besitzen und aufbauen zu können. Was im Grunde darauf hinausläuft noch stärker zu werden um noch größere Monster zu zerschmettern. Freunde des Genres geben sich auch mit der etwas dünnen Hintergrundgeschichte zufrieden. Das Sammeln von seltenen Objekten hat ebenfalls Bestand.


Die Urinstinkte Jagen und Sammeln kommen auch bei Titan Quest nicht zu knapp zum Einsatz. Die Geschichte hingegen wird im Wesentlichen wenig spektakulär erzählt, obwohl sich alles um den zurzeit populären und nach wie vor interessanten mythischen Hintergrund Griechenlands dreht, wie zum Beispiel in „God Of War“ oder „Spartan“, und auch babylonische sowie ägyptische Einschläge vorhanden sind.

Spielumgebung

Es ist rein theoretisch möglich die gesamte Karte ohne Ladezeiten zu durchqueren, diese nimmt epische Ausmaße an. Die Wirkung einer monumentalen und kaum enden wollenden Landschaft ist nicht verfehlt worden. Dennoch sind die Abschnitte monoton linear und die Schwierigkeit des Spiels bietet ebenfalls wenig Anspruch.

Die Lichteffekte und das Gegnerdesign sind beachtlich und klassisch. Auch die Kulisse an sich ist detailliert dargestellt, so bewegen sich zum Beispiel die Getreidehalme wenn man durch ein Feld läuft. Die Kamera ist zwar nicht drehbar aber die wenig sparsame Engine ermöglicht dennoch eine detaillierte dreidimensionale Umgebung von Ebenen, Gebirgen und Stränden. Wie auch bei Dungeon Siege gibt es nahtlos in die Landschaft integrierte Höhlen mit eindrucksvollen Lichteffekten.

Spielinhalt

Einen Großteil der Spielzeit verbringt man damit, die Goodies einzusammeln, nach Brauchbarkeit zu sondieren und etliche Male zwischen dem gegenwärtigen Aufenthaltsort und Händler zu teleportieren. Der erste seltene Gegenstand lässt sich nach vier Stunden finden, während dessen begnügt man sich damit ein Monster nach dem anderen abzumetzeln. Die Bosskämpfe lohnen sich, wegen des Zufallsprinzips, nur manchmal besonders.

Zusätze

Die Langlebigkeit des Spiels könnte sichergestellt werden durch einen Online-Mehrspieler-Modus und mitgelieferte Editoren. Im Mehrspieler-Bereich ist aber dringender Nachforschungsbedarf geboten. Die umfangreiche und eingängige Charakter-Entwicklung bietet mitunter die Möglichkeit einen magisch begabten Kämpfer zu kreieren.

Informationen

Trackback-URL: http://www.cheatinggames.de/pingpong-6.html
Permanent-URL: http://www.cheatinggames.de/allgemein/titan-quest.html

Kommentare

Bisher noch kein Kommentar vorhanden. Sei der erste!

Name (erforderlich)
URL (freiwillig)

Bitte diese Zahlen addieren (Spamschutz): 55 + 4 =