Nintendo: Patentstreit wegen Wiimote

geschrieben am 11.12.2006 um 23:48 Uhr

Die amerikanische Firma Interlink hat eine Klage gegen den Spielehersteller Nintendo aus Japan eingebracht, das berichten US-Medien. Darin geht es um ein Patent aus dem Jahr 2005 für infrarot-gesteuerte Eingabegeräte, das durch Nintendos neues Wiimote verletzt worden sein soll. Interlink produziert verschiedenstes Computerzubehör wie etwa Tastaturen und Fernbedienungen. Das Unternehmen besitzt übrigens konkret ein Patent an einem Mausersatz (US-Patent 6,850,221 B1 für ein “Trigger Operated Electronic Device”). In wiefern hier eine technische Überschneidung mit der Steuerung einer Spielkonsole besteht, müssen jetzt die Gerichte klären. Interlink fordert Schadenersatz sowie Unterbindung der Patentverletzung.


Der Controller für die Wii-Konsole ist zweigeteilt: Wiimote und Nunchuk senden die Signale per Blueetooth kabellos zu einem Empfänger, der in der Nähe des Fernsehgeräts platziert sein sollte. Mit der Wiimote können Spielobjekte auf dem Bildschirm anvisiert bzw. gesteuert werden und das aus einer Entfernung von bis zu 10 Metern. Der Nunchunk ist ebenfalls mit einem Bewegungssensor ausgestattet und wird über ein Kabel an die Wiimote angeschlossen. Das Gerät von Interlink funktioniert ähnlich, ist aber vergleichsweise weniger gut entwickelt. Gegenüber der präzisen Bluetooth-Technik von Nintendo ist das hier verwendete Infrarot klar im Nachteil.

Die Wii-Konsole war erst am 8. Dezember in Europa zum ersten Mal verkauft worden und fand sofort reißenden Absatz.


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